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Projekt

Migrantische Kunstpositionen der Teilhabe in Lichtenberg

Über das Projekt

„Migrantische Kunstpositionen der Teilhabe in Lichtenberg“ war ein mehrjähriges partizipatives Kunst- und Empowermentprojekt des FZM*. Es richtete sich an BIPoC Frauen* sowie Frauen* mit Flucht- oder Migrationsgeschichte und schuf einen geschützten Raum für künstlerische Arbeit, Austausch und kollektive Reflexion. 

In einer Workshopreihe experimentierten die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen wie Performance, Schreiben, Video, Fotografie, Malerei und körperorientierter Arbeit. Ausgangspunkt waren ihre persönlichen Erfahrungen, Biografien und Perspektiven. 

Aus feministischer und autobiografischer Sicht beschäftigten sich die Teilnehmer*innen unter anderem mit Glaubenssätzen, Safe Spaces, romantischer Liebe, Identitätskonzepten, gesellschaftlicher Anerkennung, dem eigenen Platz in der Kunst sowie individuellen und kollektiven Empowermentstrategien. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen fand sowohl diskursiv als auch körperlich und künstlerisch statt. 

Im Rahmen des Projekts arbeiteten zwei Gruppen: eine Gruppe im FZM* und eine weitere Gruppe in der Gemeinschaftsunterkunft Seehausener Straße. Neben den regelmäßigen Workshops gehörten der Besuch der „Langen Nacht der Bilder“ sowie die gemeinsame Entwicklung einer Ausstellung zum Projektprozess. 

Die Ergebnisse wurden in der Gruppenausstellung „Migrantische Kunstpositionen der Teilhabe in Lichtenberg“ präsentiert. Zu sehen waren Zeichnungen, Fotografien, Videos, Texte, Objekte und Performances. Die Arbeiten machten sichtbar, wie Frauen* mit Migrationsgeschichte ihre Stimmen erheben, gesellschaftliche Räume einnehmen und Kunst als Mittel der Selbstermächtigung und des Dialogs nutzen. 

Die Ausstellung wurde am 17. Januar 2025 mit einer Vernissage im Rathaus Lichtenberg eröffnet und war dort bis zum 8. März 2025 zu sehen. Sie bildete den Abschluss eines dreijährigen künstlerischen Prozesses und wurde durch ein von Karina Villavicencio geleitetes Begleitprogramm mit Workshops, Gesprächen und Reflexionsformaten ergänzt.  

Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg. 

Ziele 

Ziel des Projekts war es, die künstlerischen Perspektiven von BIPoC Frauen* und Frauen* mit Flucht- oder Migrationsgeschichte sichtbar zu machen und ihre gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu stärken. 

Die Workshops boten einen geschützten Raum, in dem die Teilnehmer*innen persönliche Erfahrungen künstlerisch bearbeiten, neue Ausdrucksformen erproben und eigene Positionen entwickeln konnten. Durch autobiografisches Arbeiten sollten individuelle Geschichten als Teil gesellschaftlicher und politischer Realitäten verstanden werden. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Empowermentstrategien. Die Teilnehmerinnen setzten sich damit auseinander, wie sie als Frauen, Migrantinnen* und Kunstschaffende ihre Stimmen erheben, Anerkennung einfordern und ihren Platz in einer pluralen Gesellschaft selbstbestimmt gestalten können. 

Die kollektive Arbeit förderte den Austausch von Erfahrungen, Wissen und künstlerischen Methoden. Zugleich ermöglichte sie den Aufbau solidarischer Beziehungen und die gemeinsame Reflexion über Identität, Diskriminierung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Machtverhältnisse. 

Mit der öffentlichen Ausstellung wurden die im Projekt entstandenen Arbeiten einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Sie eröffnete einen Raum für Dialog und sensibilisierte für die vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven von Frauen* mit Migrationsgeschichte. 

Workshopphase: Mai bis November 2024 
Vernissage: 17. Januar 2025, 16:00–20:00 Uhr 
Ausstellungsdauer: 17. Januar bis 8. März 2025 
Ausstellungsort: Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin 
Künstlerische Leitung und Kuration: Karina Villavicencio 
Begleitung: Sabine Pöhl, Diversity- und Queerbeauftragte des Bezirksamts Lichtenberg 
Teilnehmende Künstler*innen: Alexandra Bisbicus, Michela Filipini, Teresa Gualtieri, Alejandra Montoya, Olga Osorio, Geraldine Perez Arcila, Paula Punto, Maria Rapela, Yehudi Villa Echevarría und Karina Villavicencio 
Bildmaterial und Flyerdesign: Yehudi Villa 

Details

Zeitraum: Mehrjähriger künstlerischer Prozess 

Kategorie: Migrantische Teilhabe / Empowerment / Feministische Kunst und Performance 

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