Kollektive Stärke und Widerstand: Feministische Perspektiven aus Warschau im Dialog mit Berlin Lichtenberg
Über das Projekt
„Kollektive Stärke und Widerstand: Feministische Perspektiven aus Warschau im Dialog mit Berlin-Lichtenberg“ ist ein transnationales Projekt des Feministischen Zentrums für Migrantinnen e. V. (FZM) im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Berlin-Lichtenberg und Warschau-Białołęka.
Das Projekt macht feministische Graswurzelbewegungen aus Polen sichtbar und fördert den nachhaltigen Austausch zwischen feministischen, migrantischen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus Warschau und Berlin. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zivilgesellschaftliche Initiativen auf politische und gesellschaftliche Herausforderungen sowie antifeministische Entwicklungen reagieren und dabei Formen kollektiver Organisierung, Solidarität und Handlungsmacht entwickeln.
Ausgangspunkt sind die langjährigen Kämpfe feministischer Bewegungen in Polen gegen Diskriminierung und die Einschränkung sexueller und reproduktiver Rechte. Gleichzeitig nimmt das Projekt die gesellschaftlichen Mobilisierungen, Graswurzelbewegungen und selbstorganisierten Unterstützungsstrukturen in den Blick, die als Reaktion auf diese Entwicklungen entstanden sind.
Das Projekt verbindet feministische Kunst, Ausstellung, öffentliche Diskussionen, praxisorientierten Wissenstransfer und transnationale Begegnungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die polnische Diaspora in Berlin, die als Brücke zwischen den beiden Städten einbezogen wird.
Im Projektzeitraum sind eine Ausstellung der polnischen Künstlerin Anna Krenz unter dem Titel „Botschaft der Polinnen“, ein praxisorientierter Workshop und öffentliche Gesprächsformate vorgesehen. Die genaue Ausgestaltung einzelner Termine und Veranstaltungsorte befindet sich noch in der Abstimmung.
Ziele
Ziel des Projekts ist es, feministische Bewegungen und Graswurzelinitiativen aus Polen im Berliner Kontext sichtbar zu machen und ihre Erfahrungen als Ausgangspunkt für einen gleichberechtigten transnationalen Wissenstransfer zu nutzen.
Das Projekt stärkt den Austausch zwischen feministischen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus Warschau und Berlin. Durch die Einbindung der polnischen Diaspora sollen bestehende lokale Netzwerke gefestigt und neue Verbindungen im Rahmen der Städtepartnerschaft aufgebaut werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch konkreter Strategien zur Organisierung, Netzwerkbildung und Stärkung kollektiver Handlungsmacht sowie zum Umgang mit antifeministischem Backlash. Dabei werden sowohl erfolgreiche Ansätze als auch strukturelle Herausforderungen, politischer Druck, Ressourcenknappheit und Fragen nach der Nachhaltigkeit feministischer Arbeit thematisiert.
Die Verbindung von Kunst, Ausstellung, öffentlicher Diskussion und praxisorientiertem Austausch eröffnet unterschiedliche Zugänge zum Thema und richtet sich sowohl an Fachakteur*innen als auch an eine breitere Öffentlichkeit.
Darüber hinaus stärkt das Projekt die Städtepartnerschaft durch kulturelle, politische und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit und leistet einen Beitrag zu demokratischer Resilienz, gesellschaftlichem Dialog und transnationaler feministischer Solidarität.
Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erfahrungen sollen als Grundlage für zukünftige transnationale Kooperationen dienen und zur langfristigen Entwicklung feministischer Netzwerke beitragen.
Projektlaufzeit: Juni bis November 2026
Projektträger: Feministisches Zentrum für Migrantinnen e. V. (FZM*)
Fördermittelgeber: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Kooperation: Beauftragte für Städtepartnerschaften des Bezirksamts Lichtenberg
Rahmen: Städtepartnerschaft Berlin-Lichtenberg – Warschau-Białołęka
Künstlerin: Anna Krenz
Details
Zeitraum: September- Oktober 2026
Kategorie:Transnationale feministische Netzwerke / Wissenstransfer / Feministische Kunst und Widerstand
Gefördert von