Dekoloniales Berlin: Gedächtnis, Archiv und Widerstände
Über das Projekt
„Dekoloniales Berlin: Gedächtnis, Archiv und Widerstände“ war eine rassismuskritische und künstlerische Workshopreihe für BIPoC Frauen* sowie Frauen* mit Flucht- oder Migrationsgeschichte.
In einem kollektiven Raum setzten sich die Teilnehmer*innen mit ihren eigenen Biografien und den kolonialen Machtstrukturen auseinander, die ihre Lebensrealitäten prägen. Aus dekolonialen und intersektionalen Perspektiven analysierten sie rassistische Strukturen und persönliche Diskriminierungserfahrungen. Dabei standen deren Benennung und Anerkennung sowie die Entwicklung individueller und kollektiver Widerstands- und Heilungsstrategien im Mittelpunkt.
In fünf aufeinander aufbauenden Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer*innen mit rassismuskritischer Analyse, Anerkennung, Widerständen, Heilung und künstlerischen Ausdrucksformen. Ihre Erfahrungen, Erinnerungen und politischen Positionierungen übertrugen sie in Formate wie Performance, Videoinstallation, Fotografie, Choreografie, Spoken Word und Storytelling.
Die entstandenen Arbeiten wurden in einer kollektiven Kunstausstellung präsentiert. Die Teilnehmerinnen besetzten den Raum als Subjekte und Protagonistinnen ihrer eigenen Geschichten und schufen gemeinsam ein dekoloniales Archiv der Erinnerung, Heilung und Widerstände.
Ziele
Ziel des Projekts war es, einen Raum für kritische Reflexion, die Sichtbarkeit marginalisierter Frauen* und die Entwicklung selbstbestimmter Narrative zu schaffen.
Die Workshopreihe unterstützte die Teilnehmer*innen dabei, Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen zu benennen, historisch und politisch einzuordnen und gemeinsam anzuerkennen. Durch die künstlerische Bearbeitung ihrer Erfahrungen wurden individuelle und kollektive Heilungsprozesse sowie neue Formen des Widerstands gefördert.
Gleichzeitig stärkte das Projekt die Selbstrepräsentation, gesellschaftliche Teilhabe und Präsenz der Teilnehmer*innen im öffentlichen Raum. Ihre Narrative und künstlerischen Interventionen unterbrachen koloniale Ordnungen und leisteten einen Beitrag zum Aufbau eines dekolonialen Archivs in Berlin.
Projektleitung und Durchführung: Thais Vera Utrilla und Karina Villavicencio
Grafikdesign: Karina Villavicencio
Galerie
in Kooperation mit
Gefördert von